Die Polizei warnt vor Enkeltrickbetrügern

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Die Polizei warnt vor Enkeltrickbetrügern

Bleiben Sie misstrauisch!

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord verzeichnet im laufenden Jahr fast eine Verdreifachung des Kriminalitätsphänomens Enkeltrick. Diese Betrugsform ist besonders hinterhältig und kann existenzielle Folgen haben. Betroffen sind häufig ältere Menschen, die auf diese kriminelle Art hohe Geldbeträge, manchmal ihre Lebensersparnisse verlieren.

Was ist der Enkeltrick?

Der Enkeltrick ist eine Betrugsform, die sich gezielt gegen ältere Menschen richtet. Betrüger geben sich am Telefon als Enkel, Neffen bzw. Nichten aus. Sie täuschen eine Notlage vor und bitten die Opfer um hohe Geldbeträge. In der Annahme, ihren Angehörigen zu helfen, gehen Senioren zu ihrer Bank, um das geforderte Geld abzuheben. Danach übergeben sie es einem Boten, der vom vermeintlichen Verwandten geschickt wird und verlieren unwiederbringlich ihre Ersparnisse.

Besonders betroffen sind alleine lebende, ältere Menschen, die sich nicht mit jemand aus ihrem näheren Lebenskreis beraten können. Hinzu kommen noch weitere Faktoren wie Seh- und Hörschwäche. So halten sie schnell die fremde Stimme am Telefon für die eines Verwandten. Auch Vereinsamung, Zerstreutheit und Demenz machen Senioren zu leichten Opfern für diese Form des Betruges. Außerdem sind ältere Menschen häufig zu Hause anzutreffen und somit auch telefonisch meist erreichbar.

 

Die auf Enkeltrick spezialisierten Täter sind sehr mobil und sind häufig Angehörige ethnischer Minderheiten aus Deutschland, Polen und Italien, die teilweise im Bundesgebiet ansässig sind oder aus dem osteuropäischen Ausland zielgerichtet zur Begehung von Straftaten einreisen. Gelingt eine Täterfestnahme, so machen diese in der Regel keine Angaben zur Polizei. 

 

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord, an der Spitze Polizeipräsident Walter Kimmelzwinger persönlich, bitte Sie bei dieser Präventionskampagne mitzuwirken und die Warnung vor Enkeltrickbetrügern breit zu veröffentlichen.

 

 Pressemitteilung

08.12.2015